Rittertum

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Autor: Klaus Graf (graf@uni-koblenz.de)
Datum: 06.03.2003 - 17:56 CET


Liebe Liste!
Fuer einen Lexikonartikel (EM) musste ich das Thema Rittertum und seine
Rezeption in komprimierter Form behandeln. Der Entwurf des allgemeinen
Teils sei hier zur Diskussion gestellt - falls ich etwas wichtiges
uebersehen oder schief dargestellt habe, bitte ich um Korrektur.

Danke!
Klaus Graf

***

RITTER

1. Genese und Blüte des Rittertums im Hochmittelalter

Die Entstehung des europäischen Rittertums und seine Ausformung im hohen
Mittelalter war ein komplexer Prozeß, der sich in mehreren Dimensionen
vollzog: 1. in der Terminologie, 2. in militärgeschichtlichen
Innovationen, 3. in sozialgeschichtlichen Entwicklungen, 4. in einem
grundlegenden zivilisatorisch-wertegeschichtlichen Wandel, verbunden mit
der Ausbildung besonderer 5. ritueller und 6.
literarisch-erzählerischer Formen. Sozialgeschichtlich-politische und
"kulturelle" Aspekte waren dabei in mannigfacher Weise verwoben1.

1.1 Terminologie. Dem deutschen Ritter ("Reiter") entspricht im
Lateinischen "miles" und - seltener - "eques" (für Ritterschaft steht:
"militia", "ordo equestris"), im Französischen "chevalier", im
Italienischen "cavaliere" (beides von der volkssprachlichen Bezeichnung
für Pferd abgeleitet), im Englischen "knight". Neben der
ritterlich-höfischen Literatur (siehe unten 1.6) dokumentieren die
Zeugenlisten der Urkunden, in denen der Rittertitel auftritt, und die
lateinische Historiographie die Attraktivität der ritterlichen
Lebensform.

1.2 Vom Krieger zum Ritter. Die Veränderung der Heeresorganisation, die
seit dem 9. Jh. die frühmittelalterlichen Bauernkrieger durch
Berufskrieger ersetzte, etablierte die militärische Bedeutung des
Panzerreiters, der bis heute die Vorstellung eines Ritters bestimmt: ein
in Rüstung2 auf dem Pferd sitzender Krieger, bewaffnet mit Helm, Schild,
Schwert und Lanze. Auf dem Schild identifizierte seit der Mitte des 12.
Jh. das Geschlechtswappen den Ritter. Als Herrschaftssymbole wurden -
zunehmend seit dem 11. Jh. - in ganz Europa vom Feudaladel befestigte
(Höhen-)Burgen errichtet, die weitgehend an die Stelle der zuvor in den
Siedlungen gelegenen Herrensitze traten3.

1.3 Adel und Hof. Das Aufkommen des Rittertums ist eng mit der
Ausformung der Vasallität und des Lehenswesens verknüpft
(->Feudalismus), aber auch mit den Formierungsprozessen des Adels als
Stand4. In Deutschland umschloß das Rittertum als gesellschaftliches
Forum der Integration den hohen Adel und die aus der Unfreiheit kommende
Ministerialität der abhängigen Dienstleute gleichermaßen. Exemplarischer
Ort des Rittertums war der Hof5, die "curia" des Königs oder Fürsten
(->Höfisches Leben). Daß auch die städtischen Oberschichten Anteil an
der höfisch-ritterlichen Kultur hatten6, darf in Anbetracht der lange
dominierenden klischeebeladenen Gegenüberstellung von "ritterlicher" und
"bürgerlicher" Welt nicht unerwähnt bleiben.

1.4. Höfische Zivilisation und Werte. Die Regeln der "höfischen"
Kultiviertheit, die gutes Benehmen (ritterliche "Zucht"), Urbanität und
Körperbeherrschung7 verlangten, verbreiteten sich, von gelehrten
Klerikern unter Rezeption antiker Vorlagen entwickelt, von den höfischen
Zentren aus unter der Aristokratie8. Bis heute sind "Höflichkeit" und
"Courtoisie" als Bezeichnungen feiner Umgangsformen üblich - ebenso wie
"Kavalier" und "ritterlich" verweisen sie auf wertegeschichtliche
Kontinuitäten. Tonangebend war im 12./13. Jh. die
französisch-provencalische Kultur. Religiöse Ethik sollte den wilden
Haudegen disziplinieren, ihn zum "miles christianus" formen. Große
Bedeutung kam der Gottesfriedensbewegung zu, die das Fehdewesen und die
adelige Gewalt eindämmen wollte, und dem Kreuzzugsgedanken
(->Kreuzzüge), der den Ritter als Heidenkämpfer entwarf. Prägnant
formulierte 1095 der Kreuzzugsaufruf Papst Urbans II.: "Nunc fiant
Christi milites, qui dudum extiterunt raptores" - aus Räubern sollten
Ritter Christi werden9. Die geistlichen Ritterorden10 - am bedeutendsten
waren die Templer (1312 aufgehoben), die Johanniter und der Deutsche
Orden - nahmen dieses Programm auf, indem sie religiös-monastische
Lebensform mit dem ritterlichen Kampf verbinden wollten.

Auch wenn das altgermanistische Konstrukt eines widerspruchsfreien
ritterlichen "Tugendsystems" obsolet ist, kann an der
identitätsstiftenden Verbindlichkeit eines gemeinsamen Werteensembles
und Verhaltenscodex (Treue, Freigebigkeit usw.) mit dem Zentralbegriff
der ritterlichen "Ehre" kein Zweifel bestehen11. Zu beachten ist jedoch
die ständige Spannung zwischen dem aus den literarischen Quellen
abstrahierten Ritterideal und einer nach heutigen Maßstäben wenig human
anmutenden Herrschafts- und Kriegspraxis12.

1.5 Rituale. Die Initiation des Ritters erfolgte rituell in Form eines
Erhebungsakts: durch die Schwertleite in Form der feierlichen Umgürtung,
die im 13. und 14. Jahrhundert allmählich abgelöst wurde durch den
Ritterschlag. Bedeutsam für das Selbstverständnis der Ritter waren die
Kampfspiele der "Turniere", Höhepunkte des höfischen Festes13.

1.6 Ritterlich-höfische Dichtung. Die faszinierendste Hinterlassenschaft
des hochmittelalterlichen Rittertums ist die Hochblüte der
volkssprachlichen Literatur im 12. und 13. Jh., in deren Hauptgattungen
- höfischer Roman (->Epos) und Lyrik der Troubadours und Minnesänger -
den ritterlichen Werten zentrale Bedeutung zukommt14. Antike Stoffe
wurden aufgegriffen (insbesondere im ->Troja-Roman), ->Chrétien de
Troyes begründete den abenteuerreichen Artusroman (->Artustradition) und
fand in ->Hartmann von Aue und anderen mhd. Autoren bedeutende deutsche
Nachfolger, Minne wurde zum beherrschenden Thema der Erzählung im
"Tristan" (->Tristan und Isolde) des Gottfried von Straßburg und in
weiteren Epen, und im ->"Parzival" diskutierte Wolfram von Eschenbach
religiöse Grundfragen ritterlicher Existenz. Das Bild wäre freilich
unvollständig ohne einen Hinweis auf die mittellateinische Literatur,
die sich der "Renaissance des 12. Jahrhunderts" verdankt und ebenfalls
die Aufbruchstimmung der Zeit erkennen läßt. Höfische Werte bestimmten
aber auch die ->"chansons de geste" und die Heldenepik (->Heldensage,
->Nibelungenlied).

2. Kontinuität des Rittertums und Ritter-Renaissancen

Die Erscheinungsformen des Rittertums seit dem 13. Jh. werden geprägt
durch die ständige Verschränkung von Kontinuität und Revitalisierung,
"survival" und "revival", was eine einfache Antwort auf die Frage nach
dem "Niedergang" des Ritterwesens unmöglich erscheinen läßt15. Neben
Konstanten sind immer auch retrospektive Tendenzen und Reprisen, etwa im
Modus nostalgischen Rückblicks ("Ritterromantik"16) in Rechnung zu
stellen.

Ältere Ansichten über den Verfall des Rittertums im "Herbst des
Mittelalters" (J. Huizinga17) haben einer differenzierten Sichtweise
weichen müssen. So sind auch holzschnittartig vergröbernde Ansichten
über eine allgemeine Adelskrise im Spätmittelalter18 und das sog.
"Raubrittertum"19 mit Recht in die Kritik geraten.

Dem sozialen Formierungs- und Konsolidierungsprozess des niederen Adels
in Deutschland20, der gegenüber den Landesfürsten auf seine Autonomie
bedacht sein mußte und sich zunehmend von den städtischen Oberschichten
abschottete, bot der Ritterbegriff ein Identifikationspotential, wie
nicht zuletzt die Bezeichnung "Ritterschaft" sowohl für die
Reichsritterschaft als auch für die territorial eingebundenen
Ritterschaften21 demonstriert. Diese Korporationen standen in der
Tradition der spätmittelalterlichen Adelsgesellschaften22, wie überhaupt
das Bündniswesen ein wesentlicher Faktor für die Tradierung ritterlicher
Werte und Rituale gewesen ist. Das gilt nicht nur für die
spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Hoforden23, sondern auch für die
seit dem Ende des 18. Jahrhunderts von Bürgerlichen wie Adeligen
gegründeten "Ritterbünde"24 und die aktuellen, äußerst
publikumswirksamen Freizeitaktivitäten im Zeichen des "Re-Enactments".
Daß sich auch auf dem Feld des frühneuzeitlichen Militärwesens die
Professionalisierung des Soldatenberufs und eine Berufung auf
ritterliche Ideale nicht ausschlossen, haben neuere Forschungen
gezeigt25. Nach wie vor lebendig war in der humanistischen Debatte und
der Literatur der frühen Neuzeit das Ideal des "miles christianus"26.

Neben den bis weit in die frühe Neuzeit üblichen Rittererhebungen blieb
die rituelle Dimension des Rittertums vor im allem im höfischen
Festwesen präsent. Ritterspiele waren ein fester Bestandteil des
Renaissance-Festes. Zum Vorbild vieler weiterer "Thementurniere" wurde
ein im flandrischen Binche 1549 abgehaltenes Fest, das in Anlehnung an
Motive aus dem
->Amadisroman, der ->Artustradition und weiterer Ritterdichtungen (s.u.)
den abenteuerlichen Kampf guter Ritter gegen einen bösen Zauberer
inszenierte27. "Die Ritterspiele verbanden festliche Selbstdarstellung
mit der Beschwörung von alten standesgemäßen Tugenden, womit sie
zugleich die Bedeutung und den Anspruch des jeweiligen Herrschers
dokumentieren"28.

Das Rittertum war also paradoxerweise keinesfalls ganz vergessen, als es
in der zweiten Hälfte des 18. Jh. "wiederentdeckt" wurde
(->Mittelalterrezeption). Mit ungeheurer Dynamik zog es die Gebildeten -
und nicht nur diese, wie die Ritterromane zeigen (s.u.) - in seinen
Bann. Im 19. Jh. war man nur zu bereit, sich auf eine "Zauberreise in
die Ritterschaft" (so der Titel eines Stücks von J. ->Nestroy) zu
begeben. Man errichtete historistisch neue Ritterburgen (oder sogar
Ruinen) nach den alten Vorbildern29, und wohl nicht nur der von alter
Ritterherrlichkeit träumende Prinz Friedrich von Preußen verkleidete
seine Domestiken im mittelalterlichen Kostüm, wenn er auf der von ihm
erbauten Burg Rheinstein weilte.

3. Ritterliteratur seit dem späten Mittelalter

Als literaturwissenschaftlicher Gattungsbegriff hat sich die um 1800
gängige Bezeichnung "Ritterbuch" im deutschsprachigen Bereich gegenüber
dem konkurrierenden Terminus
->Volksbuch30 nicht behaupten können. Von "Ritterbüchern"31 oder
"Ritterepik"32 ist vor allem im disziplinären Kontext der Romanistik die
Rede, wenn es um die einschlägigen italienischen und spanischen
Beispiele geht. Es fehlt an einer europäischen Perspektive, die über dem
deutschen höfischen "Roman", der sich zum "Prosaroman" (bzw.
"Prosahistorie") entwickelt33, die "Romances"34 aus dem angloamerikan.
Forschungskontext nicht übersieht. Und wer beispielsweise die
isländischen Rittersagas (Riddarasögur, ->Saga), etwa von ->Floire et
Blanchefloir, nur an der "klassischen" Sagaliteratur mißt, verfehlt
ihren Zusammenhang mit frühneuzeitlichen ->chapbooks und sog.
Volksbüchern (bzw. den skandinav. Äquivalenten dieses Begriffs)35.

Es ist gänzlich ausgeschlossen, hier das ganze Spektrum der vielfältigen
Rezeptionsformen der höfischen Literatur des Hochmittelalters und ihrer
ritterlichen Helden36 Revue passieren zu lassen. Der wirkungsmächtigste
Strang war sicher die (auch am besten erforschte) Artustradition. Für
die internationale Verbreitung von Stoffen mit "ritterlicher" Thematik,
die entscheidend vom Buchdruck gefördert wurde, mögen stellvertretend
die ->Haimonskinder stehen, von denen Texte aus Frankreich, den
Niederlanden, England, Skandinavien, Italien, Spanien und Portugal
vorliegen37. Außerordentlich beliebt waren aber auch Adaptationen und
Neuschöpfungen der Renaissance: so der ->Amadis-Stoff und der "Orlando
furioso" des
->Ariosto. Mehr und mehr verbreiterte sich das Publikum: So wurde in
Italien der Artusroman im 14. Jh. den Interessen städtischer Leser
angepasst38, und in Spanien konnte die herkömmliche Ansicht, dass
hauptsächlich Adelige "caballerías" lasen, durch die Auswertung von
Inquisitionsakten aus dem Zeitraum 1560/1610 revidiert werden, denn zu
ihrem Publikum gehörten auch Bauern, Händler und Handwerker39. Mit der
parodistischen Problematisierung der Ritterbücher etwa bei ->Cervantes
("Don Quichote"40) öffnete sich freilich eine Schere zwischen
"Hochliteratur" und populären, mehr und mehr dem Trivialitäts-Verdacht
ausgesetzten "abenteuerlichen" Lesestoffen41. Ob es angemessen ist, den
ritterlichen Lesestoffen der sog. Volksbücher heute noch den als
Variante einer Eskapismus-These einzuordnenden Vorwurf zu machen, daß
sie "konservative Projektionen" entwarfen42, mag dahingestellt
bleiben.

In der zweiten Hälfte des 18. Jh. wurde das Ritterthema in
gelehrt-gebildeten Kreisen vor allem über die Rezeption der höchst
einflußreichen "Mémoires sur l'ancienne chevalerie" (1751) des frz.
Literaten J.-B. La Curne de Sainte Palaye virulent43 (1786 ins Dt.
übersetzt). Begeistert wandte man sich damals auch der höfischen
Literatur des hohen Mittelalters zu.

Die ->Kolportageliteratur und insbesondere die sog. Ritterromane (s.u.)
machten ein breites Lesepublikum im 19. und 20. Jh. mit dem literarisch
vermittelten Geschichtsbild einer idealen, meist wenig differenziert
gezeichneten mittelalterlichen Ritterzeit vertraut. Heute ist das
Rittertum alles andere als vergessen, weder in der Hochliteratur (z.B.
Italo Calvino "Il cavaliere inesistente") noch im Unterhaltungssektor.
Motive der historischen "Ritterliteratur" werden in Fantasy-Romanen,
Comics (z.B. "Prinz Eisenherz"), japanischen Anime Mangas, Rollen- und
Computerspielen sowie im Internet in vielfältiger Weise aufgenommen44.
Insofern darf behauptet werden, das nur noch im Ursprung
"abendländische" Rittertum stelle in der globalisierten
Mediengesellschaft eines der attraktivsten Angebote auf dem Feld
modischer "Retro-Phänomene" dar.

1. Aus der überreichen Lit.: Winter, J. M. van: Rittertum. Mü. 1969;
Borst, A.: Das Rittertum im Mittelalter. Darmstadt 1976; Bumke, J.:
Höfische Kultur 1-2. Mü. 1986; Arentzen, J./Ruberg, U.: Die Ritteridee
in der dt. Literatur des Mittelalters. Darmstadt 1987; Scaglione, A.:
Knights at Court. Berk./L.A./Ox. 1990; Die Ritter. Eisenstadt 1990
(Ausstellungskatalog); Schlunk, A./Giersch, R.: Die Ritter. Stg. 2003
(Begleitbd. zur Ausstellung Speyer 2003); Paravicini, W.: Die
ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters. Mü. 1994; Lex. des MA. 7
(1995) 865-879; Flori, J.: Chevaliers et chevalerie au Moyen Age. P.
1998; Bouchard, C. B.: "Strong of Body, Brave and Noble". Chivalry and
Society in Medieval France. Ithaca/L. 1998; Fleckenstein, J.: Vom
Rittertum im Mittelalter. Goldbach 1997; id: Rittertum. In: TRE 29
(1998) 244-253; id.: Rittertum und ritterliche Welt. B. 2002; Keen, M.:
Das Rittertum. Düsseldorf 2002; Murray, M.: miles - ritter - chevalier.
Diss. B. 2001; Bennet, M.: Why Chivalry? Military ‘Professionalism' in
the Twelfth Century: The Origins and Expressions of Socio-Military
Ethos. In: Trim, D.J.B. (ed.): The Chivalric Ethos and the Development
of Military Professionalism. Leiden/Boston 2003, 41-64. Ein knapper
Forschungsüberblick bei Böninger, L.: Die Ritterwürde in Mittelitalien
zwischen Mittelalter und Früher Neuzeit. B. 1995, 3-8.

2. Eisenkleider. B. 1992 (Ausstellungskatalog).

3. Rösener, W.: Adel und Burg im Mittelalter. In: Zs. für die Geschichte
des Oberrheins 150 (2002) 91-111.

4. Oexle, O. G. /Paravicini, W. (edd.): Nobilitas. Göttingen 1997;
Duggan, A. J. (ed.): Nobles and Nobility in Medieval Europe. Woodbridge
2000.

5. Beiträge auch zum Hof im hohen MA.: Moraw, P. (ed.): Deutscher
Königshof, Hoftag und Reichstag im späteren Mittelalter. Stg. 2002.

6. Selzer, St.: Artushöfe im Ostseeraum. Ffm. 1996.

7. Bumke, J.: Höfischer Körper - Höfische Kultur. In: Heinzle, J. (ed.):
Modernes Mittelalter. Ffm./Lpz. 1994, 67-102.

8. Jaeger, C. St.: The Origins of Courtliness. Philadelphia 1985;
Fleckenstein, J. (ed.): Curialitas. Göttingen 1990. Forschungsbericht:
Bumke, J.: Höfische Kultur. In: Beiträge zur Geschichte der dt. Sprache
und Lit. 114 (1992) 414-492.

9. Fulcher von Chartres: Historia Hierosolymitana, ed. H. Hagenmeyer.
Heidelberg 1913, 136; Althoff, G.: Nunc fiant Christi milites, qui dudum
extiterunt raptores. In: Saeculum 32 (1981) 317-333.

10. Elm, K. (ed.): Militia Sancti Sepulcri. Città del Vaticano 1998.

11. Murray (not. 1) 76-137.

12. Zu den Schattenseiten des Rittertums pointiert cf. Kaeuper, R.W.:
Chivalry and Violence. Ox. 1999.

13. Fleckenstein, J. (ed.): Das ritterliche Turnier im Mittelalter.
Göttingen 1986; Riddarlek och Tornelspel. Stockholm 1992
(Ausstellungskatalog); Barber, R./Barker, J.: Die Geschichte des
Turniers. Darmstadt 2001.

14. Zusammenfassend Schulze, U.: Höfische Klassik. In: Reallex. der dt.
Literaturwiss. 2 (2000) 64-67; Schmid, E.: Höfischer Roman. In: ibid.
69-74. Zur Hofkritik cf. Schnell, R.: Hofliteratur und Hofkritik in
Deutschland. In: Moraw, P. (not. 5) 323-355. Aus internat. Perspektive:
Scaglione (not. 1).

15. Cf. Böninger (not. 1) 280sq.

16. Graf, K.: Ritterromantik? In: Haubrichs, W./Herrmann, H.-W. (edd.):
Zwischen Deutschland und Frankreich: Elisabeth von Lothringen, Gräfin
von Nassau-Saarbrücken. St. Ingbert 2002, 517-532.

17. Huizinga, J.: Herbst des Mittelalters, ed. K. Köster. Stg. 1987.

18. Beispielhaft zu einer ritterschaftlichen Familie, dt. und frz.
Adelsforschung verbindend: Morsel, J.: La noblesse contre le prince.
Stg. 2000.

19. Andermann, K. (ed.): "Raubritter" oder "Rechtschaffene vom Adel"?
Sigmaringen 1997.

20. Andermann, K./Johanek, P.: Zwischen Adel und Nicht-Adel. Stg. 2001.

21. Zur Osnabrücker Stiftsritterschaft cf. Hoffmann, Chr.:
Ritterschaftlicher Adel im geistlichen Fürstentum. Osnabrück 1996.

22. Ranft, A.: Adelsgesellschaften. Sigmaringen 1994.

23. Boulton, D'A. J. D.: The Knights of the Crown. Woodbridge ²2000.

24. Cf. im Internet: www.ritterbuende.de.

25. Trim (not. 1).

26. Wang, A.: Der ‘Miles Christianus' im 16. und 17. Jh. und seine
mittelalterliche Tradition. Bern/Ffm. 1975; Böninger (not. 1) 179-236.
Cf. auch Anglo, S. (ed.): Chivalry in the Renaissance. Woodbridge 1990;
Scaglione (not. 1).

27. Nieder, H.: Ritterspiele, Trionfi, Feuerwerkspantomime. Marburg
1999, 125-131. Zu politischen Implikationen cf. Clark, St.: Thinking
with Demons. Ox. 1997, 634-654.

28. Leupold, B.: Das Turnier. In: Berns, J. J. et al. (edd.):
ErdenGötter. Marburg 1997, 373-387, hier 380.

29. Der Geist der Romantik in der Architektur. Regensburg 2002.

30. Classen, A.: The German Volksbuch. N. Y./Ontario/Dyfed 1995; id.:
Müller, J.-D.: Volksbuch/Prosaroman im 15./16. Jahrhundert. In:
Internat. Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur.
Sonderheft 1. Tübingen 1985, 1-128. Cf. auch EM 8, 955sq.

31. Cf. die materialreiche Aufsatzsammlung: Das Ritterbuch als
Volkslesestoff im span. und rumän. Raum. In: Synthesis 8 (1981) 5-168.

32. Hempfer, K.W. (ed.): Die Ritterepik in der Renaissance. Stg. 1989.
Cf. auch Villoresi, M.: La letteratura cavalleresca. Roma 2000.

33. Ertzdorff, X. von: Romane und Novellen des 15. und 16. Jh.s in
Deutschland. Darmstadt 1989.

34. Ein ausgezeichneter Überblick bei Krueger, R. L.: The Cambride
Companion to Medieval Romance. Cambr. 2000.

35. Cf. programmatisch Glauser, J.: Romances, rímur, chapbooks. In:
Parergon 8 (1990) 37-47. Unerreicht ist die Weite des Blicks von Rudolf
->Schenda.

36. Die Rezeption ritterlicher "Helden" bis zur Gegenwart dokumentiert
materialreich Gerritsen, W. P./Melle, A. G. van: A Dictionary of
Medieval Heroes. Woodbrigde 1998.

37. Weifenbach, B.: Die Haimonskinder in der Fassung der Aarauer
Handschrift von 1531 und des Simmerner Drucks von 1535. Bern et al.
2000.

38. Heijkant, M.-J.: La figura del mondo. In: Meyer, M./Schiewer, H.-J.
(edd.): Literarische Leben. Tübingen 2002, 269-282.

39. Chartier, R.: "Volkstümliche" Leser und ihr Lesestoff von der
Renaissance bis zum Age Classique. In: Leimgruber, N. B. (ed.): Die
frühe Neuzeit in der Geschichtswissenschaft. Paderborn et al. 1997,
229-247, hier 231sq.

40. Cf. z.B. Schrader, L.: Don Quichote: der fahrende Ritter zwischen
Ideal und Wirklichkeit. In: Das Ritterbild in Mittelalter und
Renaissance. Düsseldorf 1985, 149-173.

41. Cf. z.B. Winklehner, B.: Die Trivialisierung der französischen
Ritterromane im Spiegel der französischen Romankritik des 17. Jh.s. In:
D. Messner, A. Birner (edd.): Berichte im Auftrag der Internationalen
Arbeitsgemeinschaft für Forschung zum romanischen Volksbuch, Nr. 6.
Salzburg 1983, 276-295.

42. Classen, A.: Revitalisierung des Rittertums. In: Prospero 5 (1998)
63-88, hier 81.

43. Pritzkuleit, S.: Die Wiederentdeckung des Ritters durch den Bürger.
Trier 1991, 24-45.

44. Facettenreich: Sklar, E. S./Hoffman, D. L. (edd.): King Arthur in
Popular Culture. Jefferson 2002. Cf. auch Müller, U./Wunderlich, W.: The
Modern Reception of the Arthurian Legend. In: Jackson, W. H./Ranawake,
S. A. (edd.): The Arthur of the Germans. Cardiff 2000, 303-323.


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